Demokratieverständnis 2.0 – Solidarität – klar, aber nur wenn ich auch was davon hab!

Die Wahlen zum Studierendenparlament sind durch – eigentlich, denn the same procedure as last year: Auch 2018 blieb eine Wahlanfechtung nicht aus. Könnte das etwa etwas damit zu tun haben, dass die Satzungen und Ordnungen, mit der die Verfasste Studierendenschaft arbeitet, mehr als überarbeitungswürdig sind? Könnte es vielleicht damit zu tun haben, dass wirklich jeder Murks „Auslegungssache“ ist? Die Wahlanfechtung und auch ein Blick in die besagten Dokumente lässt dies vermuten. Von unversiegelten Urnen, die in Privatautos gelagert wurden, bis hin zur aktiven Beteiligung am Wahlkampf einer, der:m Vorsitzenden des Wahlausschusses, nahestehenden, Liste. Diskutiert wurden aber viel mehr „formale Fehler“ und dass die Antragsstellenden keine Körperschaft der Verfassten Studierendenschaft seien, weil die Anfechtung im Auftrag und ansonsten anonym versendet worden sei. „Demokratieverständnis 2.0 – Solidarität – klar, aber nur wenn ich auch was davon hab!“ weiterlesen

da war doch was: Demo gegen das neue Polizeigesetz in Düsseldorf.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich das neue Polizeiaufgabengesetz von Bayern über den Rest des Landes stülpt. Dank des Ausscheidens der deutschen Fußballmannschaft jetzt allerdings auch ein bisschen in den Medien spürbar. Aktuell planen fast alle Bundesländer ein neues Polizeigesetz. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), hatte schon im Wahlkampf angedroht, dass die Innere Sicherheit mit einer millionenschweren Finanzspritze „verbessert“ werden soll. Keine Überraschung also, dass es in NRW jetzt bald so weit sein soll – im Herbst soll das Gesetz abgestimmt werden. Einige Änderungen soll es noch geben, aber die ungefähr 20.000 Demonstrierenden waren sich am 07.07 in Düsseldorf einig: Nicht mit uns! „da war doch was: Demo gegen das neue Polizeigesetz in Düsseldorf.“ weiterlesen

„Und schließlich glitzern Sterne nicht, sie brennen“¹ – kommt es zur Awareness-Revolution?

Ich hab es irgendwie immer versäumt Ängste vor sexueller Vielfalt zu entwickeln und bin angenehm frei erzogen worden. Mittlerweile arbeite ich an einer Universität im Forschungsfeld „Gender Studies“ und bin durchaus in feministischen Kreisen vernetzt. Trotzdem fehlt mir sehr oft das Verständnis für verschiedene thematische Schwerpunkte, die mir nicht allzu progressiv erscheinen. „„Und schließlich glitzern Sterne nicht, sie brennen“¹ – kommt es zur Awareness-Revolution?“ weiterlesen

Heimatgefühle im Sonderschlussverkauf!

„Heimat“– dieser Begriff ist derzeit in aller Munde, denn sie scheint sich gerade vom Acker zu machen. Die Angst der Bürger:innen scheint unbändig. Zeit für mich mal über meine Heimat nachzudenken. Ob sich meine Definition mit der der Politiker:innen überschneidet, bleibt abzuwarten. „Heimatgefühle im Sonderschlussverkauf!“ weiterlesen

Die Leiden der jungen engagierten Studis.

Einmal im Leben politisch engagieren – wann, wenn nicht während eines Studiums? Haben doch gerade 2018 viele die studentischen Proteste von 1968 im Kopf und was diese bewegt haben. Progressiv, subversiv und vor allem gegen die Herrschenden. Diese Solidarisierung miteinander war damals scheinbar möglich. Seit Wochen treibt mich die Frage um, wie sieht es heute aus am hochschulpolitischen Himmel? Ist noch ein Zusammenhalt spürbar? Werden dort noch die Politiker:innen von morgen ausgebildet und abgehärtet? Wie steht es um die Diskussionskultur und viel mehr – geht es noch um politische Inhalte? „Die Leiden der jungen engagierten Studis.“ weiterlesen

es beginnt.

Vor Jahren führte ich schonmal ein Blog – Literaturblog, Werbung für Verlage, Autor:innen und das unbezahlt. Irgendwann Sinnleere. Warum habe ich das gemacht? Es gibt tausend derartiger Seiten. Jedes zweite Video beginnt mit „Hallo ihr Lieben“ und endet mit „Lasst mir ein Like da!“  das ist nicht meine Welt und wird es auch nie sein. Erzogen dazu, immer zu hinterfragen, führt bei meiner Person dazu, das ich irgendwann nicht mehr so recht verstand, was ich da eigentlich tue. Weniger hatten die noch nicht bekannten Autor:innen etwas davon, vielmehr die großen Verlage, die mir ihre Werbung zuschicken konnten. Ich habe dann kostenlos Werbung gemacht. Die meiste Zeit, da in der Regel auch nur Bücher, die ich tendenziell mögen könnte, ankamen. Irgendwann wurde ich kritischer. Verstand gewisse Abläufe des Kapitalismus, der Werbung und wollte nicht mehr. Abbruch. Blogposts löschen. Binnen Minuten war jahrelang Arbeit gelöscht. Das süße Design verschwand, auch die Facebookseite wurde eliminiert. „es beginnt.“ weiterlesen